Hernien & Schwangerschaft
Hernien & Schwangerschaft

Bauchwandbruch und schwanger?

Leistenbrüche betreffen vorwiegend Männer. Nabelbrüche, Narbenbrüche und andere Bauchwandbrüche treten jedoch auch bei Frauen häufig auf. So entstehen Hernien nicht selten im Zusammenhang mit Schwangerschaften.

Häufig gestellte Fragen und Sorgen von Patientinnen, die wir im Hernienzentrum Hamburg-Wilhelmsburg beraten:

Narbenbruch nach Kaiserschnitt - warum und was tun?

Ein Narbenbruch bzw. eine Narbenhernie ist ein Eingeweidebruch im Bereich einer Operationsnarbe und damit eine häufige Komplikation nach Bauchoperationen. Zum Narbenbruch kommt es, wenn die Narbe dem Druck im Bauchraum nicht standhält. Durch die Bruchlücke können dann Eingeweide wie etwa Darmteile aus der Bauchhöhle treten.

Ein Narbenbruch bildet sich nicht von selbst zurück. Es ist immer eine OP erforderlich, die wir in Hamburg-Wilhelmsburg nach Möglichkeit in der besonders schonenden MILOS-Technik durchführen. Unbehandelt wird der Narbenbruch wachsen - das ist optisch unschön und im Laufe der Zeit meist auch mit Beschwerden verbunden. Schlimmstenfalls droht die gefährliche Einklemmung - und der vermeintlich harmlose Narbenbruch wird gefährlich.

Narbenbruch-OP - weitere Schwangerschaften möglich?

Ein Narbenbruch wird in der Regel mit einem Kunststoffnetz verschlossen. Viele Patientinnen fürchten, dass nach der Narbenbruch-Operation keine weitere Schwangerschaft möglich ist, da das Netz dieser nicht standhalten würde. Doch die Kunststoffnetze sind belastbar. Zumindest kleinere Netze sind unserer Erfahrung nach auch bei Kinderwunsch unproblematisch.

Wird ein Narbenbruch dagegen ohne Netz, sondern mit einem Nahtverschluss versorgt, liegt die Wiederholungsbruchrate bei bis zu 70 Prozent. Ein modernes Netzeinlageverfahren wie unsere eigens entwickelte MILOS-Operation ist daher zu empfehlen.

Zwei Bauchwandbrüche - Angst vor großem Schnitt?

Nicht selten kommen zwei oder mehrere Bauchwandbrüche zusammen. Häufig fürchten sich gerade weibliche Patientinnen dann vor einem riesigen Bauchschnitt. Diese Angst möchten wir Ihnen nehmen. Im Hernienzentrum Hamburg-Wilhelmsburg operieren wir mit möglichst kleinen Schnitten.

Bei Bauchwandbrüchen wie Nabelbruch und Narbenbruch setzen wir auf die MILOS-Operation. Bei MILOS, kurz für Mini- or Less Open Sublay, wird das Netz minimal-invasiv außerhalb der Bauchhöhle eingesetzt. Die MILOS-Operation hat zwei große Vorteile: Zum einen ist das Komplikationsrisiko extrem niedrig, da das Netz außerhalb der Bauchhöhle eingebracht wird. Zudem erreichen wir mit winzigen Schnitten auch bei großen Bauchwandbrüchen hervorragende kosmetische Ergebnisse - was übrigens längst nicht nur Frauen wichtig ist.


Rektusdiastase - was ist das?

Eine Rektusdastase tritt häufig in Folge von Schwangerschaften auf. Die geraden Bauchmuskeln weichen aufgrund der Dehnung auseinander. Trotz Gewichtabnahme nach der Schwangerschaft bleibt bei vielen Frauen eine Vorwölbung am Bauch. Betroffene sehen oft auch Monate nach der Geburt noch schwanger aus.

Doch eine Rektusdiastase müssen Sie nicht als unabwendbares Schicksal akzeptieren. In vielen Fällen hilft schon spezielles Training.
Rektusdiastasen gehen jedoch häufig mit Bauchwandbrüchen einher, da es sich um Schwachstellen der Bauchwand handelt. Der Bauchwandbruch tritt oft in Form eines Nabelbruchs, aber auch an anderen Stellen der Bauchwand auf. Im Falle eines Bauchwandbruchs ist eine Operation ratsam.

Die Rektusdiastase sollte während des Eingriffs gleich mit versorgt werden, um einen erneuten Bruch zu vermeiden. Unter Umständen ist auch eine Bauchdeckenstraffung während derselben Operation möglich.

Chirurgie: Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. Christian Müller

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Anett Schönau

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Dr. med. 
 Martina Milewski

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Dr. Henning Schmidt-Seithe

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Wulf Stoltenberg

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 Thorsten Schumann

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