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Wieder Kreative in Groß-Sand: Claria Marman beeindruckt mit Porträt-Malerei

Wieder Kreative in Groß-Sand: Claria Marman beeindruckt mit Porträt-Malerei

Wilhelmsburg, Oktober 2015: Kunst im Krankenhaus – dieses Motto gilt im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand 2015 mehr denn je. Nach dem etwas anderen Klinikfest „Gesundheitsinsel trifft Kulturkanal“ im Sommer trafen auch im Rahmen der 5. Elbinsel Kunst- und Ateliertage Patienten, Besucher und Mitarbeiter auf Kreative.

Auf dem sandigen Erdboden ihres Heimatlandes Surinam, in einem Klassenzimmer im niederländischen Spijkenisse, auf ihrem Balkon im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel: Schon immer sind Claria Marmans Malereien an eher ungewöhnlichen Orten entstanden und präsentiert worden. Warum also nicht im Krankenhaus ausstellen und gleichzeitig an neuen Werken arbeiten? Das dachte sich die Künstlerin, als sie im Vorfeld der diesjährigen Kunst- und Ateliertage nach einem Ort suchte, um ihre Bilder zu zeigen. „In meiner Wohnung habe ich einfach nicht genug Platz – daher freue ich mich über die Möglichkeit, im Krankenhaus Menschen zu treffen, die meine Kunst sonst vielleicht nie gesehen hätten.“

Seit knapp zwei Jahren ist die Elbinsel mit Claria Marman, geboren im südamerikanischen Surinam, um einen kreativen Kopf reicher. Ihre Malerei bedient sich ganz unterschiedlicher Stilrichtungen, die sie alle auch im Krankenhaus präsentierte. Passend zum Träger der Klinik: Einige Werke sind eindeutig Ausdruck ihres katholischen Glaubens und spielen mit christlichen Symbolen in farbenfroher Umgebung. Ebenfalls passend, nämlich zum multikulturellen Wilhelmsburg und damit auch zum Stadtteil-Krankenhaus: Die afrikanisch-inspirierten Motive der Künstlerin, von denen sie direkt vor Ort ein weiteres fertigte – insbesondere für die Patienten des Geriatriezentrums eine willkommene Abwechslung.

Vom Foto zum handgemalten Porträt – beeindruckende Ergebnisse

Für besondere Aufmerksamkeit sorgten während der Ausstellung in der Klinik jedoch Claria Marmans Porträt-Gemälde. Auf Basis einer Foto-Vorlage malt sie Menschen jeden Alters – beeindruckend realitätsnah und innerhalb weniger Tage. „Schon als Kind habe ich es geliebt, Menschen zu malen. Und noch immer wundern sich viele meiner Gesprächspartner, warum ich sie mir immer ganz genau ansehe“, erzählt die Künstlerin.

Heute malt Claria Marman hauptsächlich in Acryl auf Leinwand. Angefangen hat aber alles ganz anders: In jungen Jahren hat sie Menschen auf dem Sandboden ihres Heimatlandes verewigt – zumindest bis der nächste Regen kam. Auf die Idee, sich noch mehr auf die Porträt-Malerei zu konzentrieren, kam sie nach ihrem Umzug in die Niederlande. Weil in Surinam niederländisch gesprochen wird, konnte sie dort als Grundschullehrerin arbeiten. Besonders toll fanden es die Kinder, wenn sie Dinge an die Tafel zeichnete. „Irgendwann hat ein Mädchen gefragt, ob ich ein Bild von ihr malen würde“, erinnert sie sich. „Und dann habe ich jedes einzelne Kind aus der Klasse gemalt – 23 an der Zahl.“ Eine schöne Geschichte, die sich in der 73.000-Einwohnerstadt Spijkenisse schnell rumgesprochen hat. Kurz darauf hatte Claria Marman viele weitere Aufträge. „Wenn man einmal eine Foto-Vorlage neben eins der gemalten Bilder legt, glaubt man das gern“, bestätigt Sarah Eyßer, Kommunikationsleiterin in Groß-Sand, die bereits ein Weihnachtsgeschenk für ihre Familie in Auftrag gegeben hat. Keine Frage, dass das Krankenhaus auch künftig an den neuen Kontakten zu den Wilhelmsburger Künstlern festhalten will: „Das war garantiert nicht die letzte Ausstellung bei uns im Krankenhaus – was und wer als nächstes folgt, verraten wir in Kürze.“

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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