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11. bis 15. Januar: Demenz-Woche

Trotz Demenz den Alltag meistern: Wilhelmsburger Demenz-Woche

Fast 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenzerkrankungen – Tendenz steigend. Doch wie lässt sich trotz Demenz der Alltag meistern? Dieser Frage widmet sich das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand im Januar für eine ganze Woche. Neben der offiziellen Einweihung der neuen Station für kognitive Geriatrie und einem zweitägigen Vortragsprogramm kann eine Demenz-Musterwohnung besichtigt werden – kostenloses Beratungsangebot inklusive.

Einige vergessen das Essen auf dem heißen Herd, anderen machen dunkle Räume Angst, wieder andere wissen selbst die vertrautesten Gegenstände nicht mehr zu bedienen: Viele Menschen mit Demenz finden sich auch in den eigenen vier Wänden irgendwann nur noch schwer zurecht. Doch gerade im Anfangsstadium der Erkrankung können schon einfache Tipps dabei helfen, Wohnungen demenzfreundlich zu gestalten. Wie und mit welchen Mitteln zeigt eine mobile Demenz-Musterwohnung, die im Rahmen der Wilhelmsburger Demenz-Woche im Geriatriezentrum des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand gastiert.

Vom 11. bis 15. Januar 2016 sind alle Interessierten herzlich eingeladen, die Wohnung zu besichtigen und sich zu informieren, wie sich gewöhnliche Räume beinahe im Handumdrehen zu demenzfreundlichen Bereichen umgestalten lassen. Die Wilhelmsburger Klinik kooperiert hier mit der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit, die die Musterwohnung gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg und der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz konzipiert hat. Täglich von 10 bis 17 Uhr stehen Experten der Diakonie-Stiftung in der Musterwohnung für kostenlose Beratungsgespräche zum Leben mit Demenz zur Verfügung.

13. Januar: Einweihung Station "Kognitive Geriatrie"

In die Wilhelmsburger Demenz-Woche eingebettet wird auch die offizielle Eröffnung der neuen Station für kognitive Geriatrie am Krankenhaus Groß-Sand: Dabei handelt es sich um einen geschützten Bereich, speziell abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz. „Viele Patientinnen und Patienten, die wir aufgrund einer Akuterkrankung in unserer Geriatrie behandeln, sind zusätzlich von einer Demenz betroffen“, berichtet Geriatrie-Chefarzt Dr. Georg Schiffner. „Ein Klinikaufenthalt ist für sie eine besondere Belastung – Orientierungslosigkeit, Ängste oder auch Aggressionen treten in ungewohnter Umgebung häufig verstärkt auf.“

Ähnlich wie die Muster-Wohnung verfolgt die neue Station im Wilhelmsburger Geraietriezentrum ein spezielles Einrichtungskonzept. Die farbliche Gestaltung von Räumen, optische Grenzen, Piktogramme und Bilder helfen demenziell veränderten Patienten, sich im Krankenhaus zurechtzufinden. Einrichtungsgegenstände aus vergangenen Zeiten geben ein Gefühl von Sicherheit.

„Besonders wichtig ist aber ein besonders hohes Maß an menschlicher Zuwendung“, betont Dr. Schiffner. So setzt die Klinik neben Demenz-Schulungen für Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten auch auf die Hilfe ehrenamtlicher Demenz-Begleiter. „Für unsere Patienten eine außerordentlich wichtige Stütze.“

14. und 15. Januar: Vorträge und Fragerunde

Demenz – kaum ein anderes medizinisches Thema wirft so viele Fragen auf. Kann ich mich vor dem Vergessen schützen? Wie reagiere ich richtig, wenn Partner, Eltern oder Großeltern plötzlich „komisch“ werden? Wer kann helfen? In insgesamt fünf Kurzvorträgen am 14. und 15. Januar widmen sich Mediziner, Pflege-Profis, Neuropsychologen und Ergotherapeuten diesen und weiteren Fragestellungen. Abschließend besteht am späteren Freitagnachmittag für alle Besucher die Möglichkeit, persönliche Fragen oder Erfahrungen in Kleingruppen zu thematisieren.

Beginn der Vorträge ist am Donnerstag, 14. Januar um 17.00 Uhr. Am darauffolgenden Freitag geht es um 16.00 Uhr los. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie unter 75 205-284 oder frage@gross-sand.de.

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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