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Chirurgie

Blinddarmentzündung

Blinddarm, Wurmfortsatz, Appendix – was ist das?

Der Blinddarm befindet sich in unserem rechten Unterbauch. Anders als man häufig denkt, ist bei einer Blinddarmentzündung ist nicht der gesamte Blinddarm betroffen, sondern zunächst ein kleines Anhängsel: der Wurmfortsatz, lateinisch Appendix. Der Wurmfortsatz ist zehn Zentimeter lang und einen Zentimeter dick und bildet das Ende des Blinddarms.

Korrekt ist es also, von einer Entzündung des Wurmfortsatzes zu sprechen statt von einer Blinddarmentzündung. Der Fachbegriff lautet Appendizitis. 

Blinddarmentzündung – Ursachen und Symptome

Die sogenannte Blinddarmentzündung kommt in jedem Alter vor, vorrangig aber zwischen dem zehnten und 30. Lebensjahr. Eine Entzündung des Wurmfortsatzes kann viele Ursachen haben. Häufig steckt eine Verstopfung durch eingedickten, bakterienhaltigen Kot dahinter. Durch Stauung können sich die Bakterien vermehren und eine Entzündung auslösen.

Entzündet sich der Blinddarm bzw. der Wurmfortsatz, macht sich das zunächst durch Schmerzen um den Bauchnabel und im Oberbauch bemerkbar. Dann verlagern sich die Schmerzen zunehmend in den rechten Unterbauch.

Weitere typische Symptome, die auf den Blinddarm schließen lassen:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Stuhlverhalt 
  • Trockene, belegte Zunge
  • Fieber (typisch ist ein Unterschied von mehr als 1 ° C zwischen rektaler Messung und Temperaturmessung unter der Achsel)

Achtung Notfall: Im Stadium des Blinddarmdurchbruchs entsteht eine kotige Bauchfellentzündung mit stärksten Schmerzen, zunehmend auch im übrigen Bauchraum. In diesem Fall sind die Bauchdecken reflexartig gespannt.

Blinddarmentzündung: Diagnostik

Bei Verdacht auf eine Entzündung des Wurmfortsatzes sind die genaue Schilderung des Krankheitsverlaufes und die sorgfältige körperliche Untersuchung durch den Arzt richtungsweisend. Laboruntersuchungen des Blutes und des Urins können die Diagnose sichern oder andere Erkrankungen aufspüren. Bei gebärfähigen Frauen ist häufig eine frauenärztliche Untersuchung zur Unterscheidung einer Eiterstockentzündung sinnvoll. Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung andere Erkrankungen des rechten Bauches nachweisen oder auch die Entzündung des Wurmfortsatzes direkt zeigen. 

Blinddarm-OP – die häufigste Bauchoperation überhaupt

Besteht dringender Verdacht auf eine akute Entzündung des Wurmfortsatzes, ist eine Operation notwendig. Denn die Entzündung heilt selten spontan ab, es kann zum gefährlichen Durchbruch des Wumfortsatzes kommen. Man spricht auch von Blinddarm-Durchbruch.

Blinddarm raus – aber schonend: Im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand führen wir die Blinddarm-OP in der Regel in Schlüssellochtechnik, auch Laparoskopie genannt, durch. Das Prinzip der minimal-invasiven Blinddarm-OP: In Narkose werden die Bauchorgane über einen Einstich am Nabel mit einer Optik und einer Fernsehkamera beobachtet. Über zwei weitere Einstiche in der Schambehaarung wird der Wurmfortsatz herausoperiert.

Vorteile der minimal-invasiven Blinddarm-OP:

  • Verbesserte Sicht auf alle Bauchorgane
  • Minderung der Wundschmerzen
  • Schnellere Erholung
  • Kleinere Narbe durch kleine Schnitte

Sehr selten muss der Operateur im Bauchraum seine Finger oder Hand zur Hilfe nehmen. Dann wird in der gleichen Narkose auf eine offene Operation gewechselt. Bei starker Umgebungsentzündung wird bei beiden Methoden das Wundsekret für wenige Tage mit einem Schlauch nach außen abgeleitet.

Die operative Entfernung des Wurmfortsatzes ist der häufigste Eingriff im Bauchraum. Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Infektionen, Eiteransammlungen oder Naht-Undichtigkeiten kommen bei der Blinddarm-OP sehr selten vor. 

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