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Chirurgie

Humanitäre Hernienmission

Hilfe für Hernien-Patienten auf der ganzen Welt

Leistenbruch, Nabelbruch, Bauchwandbruch, Narbenbruch – das sind Diagnosen, die nicht nur in Hamburg und in Deutschland weit verbreitet sind. Regelmäßig begeben wir uns auf Hernienmission und helfen ehrenamtlich Hernien-Patienten auf der ganzen Welt. Diese Reisen führten uns unter anderem nach Nigeria, Ghana, in die Dominikanische Republik, nach Paraguay und zuletzt nach Tansania.

Einen ausführlichen Bericht der letzten Hernienmission finden Sie in englischer Sprache auf der Website von Hernia International.

Die Hernienmissionen werden von uns selbst organisiert, unsere Ärzte operieren unentgeltlich. Für Medikamente, chirurgische Instrumente, Operationsabdeckungen, Kunststoffnetze und Nahtmaterial sind wir jedoch auf Spenden angewiesen.

Hernien: Unbehandelt droht Gefahr

Hernien: Unbehandelt droht Gefahr

Jeder dritte Mann weltweit erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Leisten- oder Bauchwandbruch – hierzulande vergleichsweise unproblematische Krankheitsbilder. In der Regel werden Hernien-Patienten zeitnah operiert und können die Klinik oft schon am nächsten Tag wieder verlassen.

Anders in den ärmeren Ländern der Welt: Gerade in ländlichen Regionen Afrikas und Lateinamerikas fehlen spezialisierte Mediziner und Operationen sind für viele Menschen unbezahlbar. Entsprechend tragen viele ihre Brüche über Jahre, teils sogar Jahrzehnte, mit sich herum.

Häufige Folgen: Die Hernien werden enorm groß und verursachen erhebliche Schmerzen. Nicht nur einmal haben wir es auf unseren Reisen erlebt, dass aufgrund von Leisten- oder Bauchwandbrüchen Existenzen auf dem Spiel standen. Schließlich leben in den ärmeren Ländern der Welt viele Menschen von schwerer körperlicher Arbeit. Kann diese nicht mehr ausgeführt werden, droht die Verarmung ganzer Familien.

Hinzu kommt, dass Hernien unbehandelt gefährlich werden und unter Umständen sogar zum Tod führen können. Es besteht immer die Gefahr, dass Darm oder anderes Gewebe in die Bruchlücke gezwängt wird, abklemmt und in der Folge die Durchblutung verringert oder unterbunden wird.

Nachhaltige Hilfe: Ausbildung von Medizinern

Hernien gehören in die Hände von Spezialisten, Heilung ist nur mit einer Operation möglich. Doch genau hier besteht das Problem: In vielen Ländern sind Operationen für die Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Weiterhin fehlt es an entsprechenden Chrirugen. Hernien werden oftmals von  nicht-spezialisierten Medizinern operiert. Ziel unserer Hernienmissionen ist daher auch die nachhaltige Ausbildung. Wir wollen die Kollegen vor Ort bestmöglich schulen.

Spenden für Medizinprodukte erforderlich

Im Rahmen unserer Hernienmissionen operieren wir durchschnittlich rund 100 Menschen pro Woche - unentgeltlich, unter einfachsten Bedingungen und bis zu elf Stunden am Tag. Um dies auch weiterhin zu ermöglichen, benötigen wir Spenden - beispielsweise für notwendige Medikamente, Instrumente und Medizinprodukte wie Operationsabdeckungen, Kunststoffnetze und Nahtmaterial.

Wichtig: Alle Reisekosten werden von den Beteiligten selbst getragen, sodass Spenden ausschließlich für die Dinge verwenden werden, die für die Operationen dringend gebraucht werden. Dr. Reinpold: „Jeder Euro zählt – für Ihre Spende möchten wir Ihnen schon vorab herzlich danken.“

Insel der Menschlichkeit