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Chirurgie

Leistenbruch: In Hamburg in guten Händen

Leistenbruch: Das ist ein Begriff, der immer wieder für Verwirrung sorgt. So denken wir beim Wort Bruch meist als erstes an einen Knochenbruch. Doch nicht nur Knochen können brechen. Brüche gibt es auch in der Bauchdecke - zum Beispiel an der Leiste oder am Nabel.

Bei einer Hernie handelt es sich um einen Riss des weichen Bauchwandgewebes. Dabei legen sich Eingeweide durch eine Spalte in der Bauchdecke, die sogenannte Bruchpforte, in eine Ausstülpung, die auch Bruchsack genannt wird.

Männer sind anatomisch bedingt häufiger von einem Leistenbruch betroffen als Frauen.

Leistenbruch: Häufige Symptome, mögliche Folgen

Leistenbruch: Häufige Symptome, mögliche Folgen

Doch wie äußert sich ein Leistenbruch oder ein anderer Bauchwandbruch? Häufig spüren die Betroffenen zuerst hin und wieder einen plötzlichen Schmerz und eine weiche Vorwölbung am Bauch, die zum Beispiel beim Husten weiter hervortritt.

Wichtig zu wissen: Ohne Behandlung können Hernien gefährlich werden. Nämlich dann, wenn der Darm oder anderes Gewebe in die Lücke gezwängt wird, weiter heraustritt und plötzlich abklemmt, sodass die Durchblutung verringert oder ganz unterbunden wird.

Die Folge eines Leistenbruchs kann dann ein Darmverschluss sein. Durch die nachfolgende Gewebeschädigung kommt es als Komplikation des Leistenbruchs, Nabelbruchs und Narbenbruchs schließlich zum Darmdurchbruch und zur Bauchfellentzündung - ein lebensbedrohlicher Notfall!

Mediziner wissen schon seit vielen hundert Jahren: Über einer eingeklemmten Leisten-, Nabel- oder Narbenhernie darf die Sonne weder auf- noch untergehen.

Doch wie kommt es überhaupt zu einem Leistenbruch? Fest steht: Mitverantwortlich für die Entstehung von Leistenbrüchen und Bauchwandbrüchen ist eine angeborene Bindegewebsschwäche - das haben neuere Studien eindeutig gezeigt. Die Bausteine des Bindegewebes, die sogenannten Kollagenfasern, sind bei Leistenbruch-Patienten oft einfach schlechter vernetzt als bei anderen Menschen.

Hernien treten an den schwächsten Stellen der Bauchwand, und zwar immer dann, wenn der Bauchinnendruck im Verhältnis zur Bauchwandfestigkeit zu groß ist. Ihr Wachstum braucht oft Jahre, sie entstehen selten durch einen Unfall und vor allem auch nie durch Verheben wie der bekannte Ausspruch "Heb' Dir keinen Bruch!" glauben lässt.

Leistenbruch: Risikofaktoren

  • Chronischer Husten
  • Chronische Lungenkrankheiten
  • Chronische Verstopfung
  • Bauchwasser (z. B. bei Leberzirrhose, Eiweißmangel, Peritonealdialyse)
  • Kortisondauertherapie
  • Mangelernährung
  • Gestörter Eiweißhaushalt
  • Fortgeschrittenes Tumorleiden
  • Zytostatikatherapie
  • Bindegewebsschwäche
  • Ausgeprägtes Übergewicht
  • Gewichtheben
  • Schwerstarbeit
  • Spielen eines Blasinstruments

Schenkelbruch: Leistenbrüche sind keine reine Männersache

Leistenbruch – das ist nicht nur ein Männerthema, auch Frauen sind betroffen. Ein Beispiel: Der Schenkelbruch, der überwiegend bei Frauen im höheren Lebensalter vorkommt. Auch solche Schenkelhernien gehören zu den Brüchen der Leistenregion. Die Bruchpforte liegt jedoch unterhalb des Leistenbandes, ist relativ klein und daher häufig schwer zu tasten.

Doch in Kombination mit unseren modernen Bildgebungsverfahren können wir auch jede noch so kleine Schenkelhernie schnell und sicher diagnostizieren. Und das ist wichtig, denn bei  Schenkelhernien kann es noch häufiger als bei Leistenbrüchen zu einer gefährlichen Einklemmung kommen, die eine Notfall-OP erfordert. Zudem sind Schenkelhernien viel schmerzhafter.

Da es oft zu Wiederholungsbrüchen kommt, verschließen wir bei der operativen Behandlung einer Schenkelhernie die Bruchpforte immer mit einem Kunststoffnetz - in der Regel in der TAPP-Technik.

Mehr zum Leistenbruch erfahren Sie hier

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