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Orthopädie

Kniegelenkchirurgie

Das Knie

Das Kniegelenk trägt unser gesamtes Körpergewicht – und nicht selten noch viel mehr. Im Durchschnitt macht der Mensch pro Jahr rund 1,5 Millionen Schritte und eine Vielzahl weiterer Bewegungen.

Um all dies zu ermöglichen, ist das Kniegelenk ein offenes, nur durch Bänder und Muskeln stabilisiertes Gelenk. Das Knie setzt sich zusammen aus dem langen Oberschenkelknochen, dem Schienbein und der Kniescheibe. Eine Knorpelschicht und eine zähflüssige Gelenkflüssigkeit, die sogenannte Gelenkschmiere, halten die Knochen voneinander getrennt und sorgen für schmerzfreie Beweglichkeit.

Knieprobleme - häufige Ursachen

Knieprobleme - häufige Ursachen

Überlastungen, Muskelzerrungen, kleinste Verletzungen - Gründe, warum auch das eigentlich gesunde Knie hin und wieder Schmerzen bereitet, gibt es viele. Häufig verschwinden die Beschwerden von allein - wenn Sie allerdings nach wenigen Tagen keine Besserung spüren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. So können Knieschmerzen auch unfallbedingt auftreten und beispielsweise ein Meniskusriss vorliegen.

Klar der häufigste Grund, warum sich Patienten mit Kniebeschwerden bei uns vorstellen, ist aber Arthrose. Dabei handelt es sich um die verschleißbedingte Abnutzung des Gelenknorpels. Da Arthrose schleichend entsteht und viele Betroffene ihre Beschwerden oft Jahre mit sich herumschleppen, ist in vielen Fällen ein künstliches Kniegelenk die einzige Therapieoption.

Die Abnutzung des Kniegelenkes kann stark schmerzhaft sein. Häufig bessern und verschlechtern sich Schmerzhaftigkeit des Knies in unregelmäßigen Abständen. Im Verlauf der Erkrankung kann es auch zu Instabilitäten (Stand- und Gang-Unsicherheit) des Kniegelenkes sowie zu Achsfehlstellungen kommen. Hier können künstliche Gelenke bzw. Gelenkflächen hilfreich sein.

Pro Jahr führen wir im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand zahlreiche Gelenkersatz-Operationen am Knie durch - Arthrose ist dafür mit Abstand der häufigste Grund.  Darüber hinaus können folgende Erkrankungen dazu führen, dass ein künstliches Kniegelenk implantiert werden muss:

  • Arthritis
  • Knieinstabilität infolge von Verletzungen
  • Knieverletzungen und Fehlstellungen
  • Steifes Knie

Knie-Arthrose: Immer operieren?

Diagnose Arthrose - heißt das immer gleich, dass auch operiert werden muss? Nicht unbedingt: Im frühen Stadium erkannt, können konservative Methoden zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen. Wichtig zu wissen ist jedoch: Arthrose ist eine fortschreitende, nicht heilbare Erkrankung. Die Arthrose-Therapie hat daher das vorwiegende Ziel, Schmerzen zu lindern und den weiteren Verschleiß des Gelenkknorpels bestmöglich zu verlangsamen.

Bei beginnender Arthrose helfen können:

  • Medikamente, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern
  • Bewegung in Form von Physiotherapie
  • Physikalische Therapie: Elektrotherapie, Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Gewichtsreduktion
  • ggf. Hyaluron-Säure
  • Akkupunktur

Knie-Arthrose: Gelenk erhalten, Beschwerden lindern

Auch wenn konservative Therapiemaßnahmen nicht zum Erfolg führen, bedeutet das nicht zwingend, dass Sie ein künstliches Gelenk benötigen. Je nach Ausprägung der Erkrankung können vor dem Einsatz einer Endoprothese auch Gelenk erhaltende OP-Verfahren in Betracht gezogen werden.

Gelenk erhaltende Verfahren bei Arthrose sind zum Beispiel:

  • Arthroskopie
  • Pridie-Bohrung
  • Verfahren zur Ersatz-Knorpelbildung

Sehr viele Arthrose-Patienten warten allerdings eine lange Zeit, bis sie sich mit ihren Beschwerden in ärztliche Behandlung begeben - zum Beispiel, weil sie Schmerzen als normale Alterserscheinung abtun oder eine Operation vermeiden wollen. Häufig ist die Schädigung des Gelenkknorpels daher so weit fortgeschritten, dass ein künstliches Gelenk die einzige Option darstellt.

Künstliches Knie Hamburg: Individuelle Therapie

Künstliches Knie Hamburg: Individuelle Therapie

Je nach Ausprägung und Stadium der Gelenkschädigungen kommen bei uns in Hamburg Wilhelmsburg verschiedene OP-Verfahren und Prothesentypen zum Einsatz. Ziel ist es immer, so wenig Knochenmaterial wie möglich zu zerstören, die Bandstrukturen zu erhalten und nur die abgenutzten bzw. zerstörten Anteile des Kniegelenks künstlich zu ersetzen. Dafür stehen unterschiedliche Verfahren und Prothesentypen zur Auswahl:

Kniegelenkschlittenprothese

Bei einer Schlittenprothese handelt es sich um einen Teilersatz des Kniegelenks. Die Implantation einer Schlittenprothese kommt in Betracht, wenn die Schädigung des Kniegelenks einseitig, also entweder auf den inneren oder den äußeren Teil des Gelenks beschränkt ist. Die Prothese wird über einen kleinen Hautschnitt, also minimal-invasiv, eingesetzt und gleicht dann als Abstandhalter den fehlenden Gelenkknorpel aus.

Knie-TEP: Kniegelenk-Oberflächenersatz

Der komplette Oberflächenersatz des Knies, auch Knietotalendoprothese (Knie-TEP) genannt, ist der am häufigsten eingesetzte Prothesentyp. Es handelt sich dabei um einen vollständigen Ersatz des Kniegelenks. Alle Gelenkflächen – sowohl von Oberschenkelknochen und Schienbein als auch manchmal die Rückseite der Kniescheibe – werden mit einem Oberflächenersatz überkront. Voraussetzung für eine Knie-TEP ist, dass die Bänder ausreichend funktionsfähig sind. Ist dies nicht der Fall kann eine spezielle Endoprothese eingesetzt werden, die auch die Funktion der Kreuzbänder übernimmt.

Achsgeführte Knieprothese

Der Einsatz einer achsgeführten Knieprothese empfiehlt sich bei fortgeschrittenem Knochenverlust, starken Fehlstellungen und instabilen Seitenbändern. Ober- und Unterschenkelanteil des künstlichen Gelenks sind mit einem Stiel versehen, der in Ober- und Unterschenkel verankert wird. Eine achsgeführte Knieprothese kommt insbesondere bei Revisionsoperationen zur Anwendung – ebenfalls ein Schwerpunkt der Sektion Orthopädie und Endoprothetik hier bei uns in Hamburg-Wilhelmsburg.

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