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Orthopädie

Tumororthopädie

Tumororthopädie: Neues Angebot in Wilhelmsburg

Im Rahmen des Medizinischen Versorgungszentrums Groß-Sand haben wir 2015 unser Leistungsspektrum um die operative Therapie von Knochen- und Weichteiltumoren erweitert. Mit Prof. Jürgen Bruns begrüßen wir einen erfahrenen operativen Orthopäden mit dem Schwerpunkt Tumororthopädie und Knorpeltherapie bei uns in Hamburg-Wilhelmsburg.  

Experten für Knochen- und Weichteiltumoren

Knochen- und Weichteiltumoren sind sehr seltene Erkrankungen. Entsprechend wichtig ist die präzise Diagnostik und Therapie durch erfahrene Experten sowie die enge fachübergreifende Zusammenarbeit von Radiologen, Operateuren und Pathologen.

In nahezu jedem Fall müssen Knochen- und Weichteiltumoren operativ entfernt werden. Um ein optimales postoperatives Ergebnis zu erreichen kooperieren wir außerdem mit Hamburger Spezialisten für plastisch-rekonstruktive Chirurgie sowie Handchirurgie. 

Diagnostik von Knochen- und Weichteiltumoren

Die Behandlung von Knochen- und Weichteiltumoren erfordert bereits eine Diagnostik von erfahrenen Spezialisten. Neben bildgebenden Verfahren – insbesondere MRT und Röntgen – gehört die Biopsie zu den zentralen diagnostischen Maßnahmen.

Bei dringendem Verdacht auf einen bösartigen Tumor, fachsprachlich Malignom genannt, wird eine sogenannte Inzisionsbiopsie durchgeführt. Dabei werden nur geringe Teile des Tumors entnommen, um die Diagnose zu sichern.

Ist der Tumor mit großer Wahrscheinlichkeit gutartig, kann er in der Regel komplett entfernt werden. In diesem Fall spricht man von einer Exzisionsbiopsie. 

Diagnose Knochentumor: Was heißt das?

Ein Knochentumor bezeichnet eine krankhafte Neubildung des Knochengewebes, die sowohl gutartig als auch bösartig sein kann. Ein Knochentumor bedeutet also längst nicht immer Knochenkrebs – gutartige Tumoren kommen weitaus häufiger vor als bösartige.

Darüber hinaus unterscheiden Mediziner zwischen primären Tumoren, die direkt vom Knochengewebe ausgehen und sekundären Tumoren, die sich aus Metastasen entwickeln.

Knochentumor: Welche Therapieformen gibt es?

Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt ab von der Art, der Ausdehnung und dem Stadium des Knochentumors. Bei gutartigen Tumoren reicht häufig eine einfache Entfernung aus.

Bei bösartigen, primären Tumoren (primäre Knochensarkome) gelten differenzierte, standardisierte Vorgehen – abhängig von der Art des Tumors. Insgesamt sind primäre Sarkome sehr selten und machen nur 1% aller Knochentumoren aus. Dennoch existieren unterschiedliche Formen: 

Osteo- und Ewingssarkome

Osteo- und Ewingssarkome sind die häufigsten Sarkome im Kinder- und Jugendalter. Eingebettet in eine Chemotherapie – vor und nach der Operation – und ggf. eine Radiotherapie erfolgt die operative Entfernung des Tumors. Entscheidend ist, dass der Tumor im Gesunden entfernt wird. Das heißt, dass auch gesundes Gewebe mit entnommen werden muss, um sicherzustellen, dass keine Tumorzelle zurückbleibt. Die Rekonstruktion der betroffenen Gliedmaßen erfolgt in der Regel mit einer speziellen Tumorendoprothese. 

Chondrosarkome

Chondrosarkome stellen die häufigsten Knochensarkome bei Erwachsenen dar. Die operative Entfernung im Gesunden und die entsprechende Rekonstruktion ist die einzige Therapieoption. In wenigen Fällen ist eine ergänzende Chemotherapie hilfreich. 

Weichteiltumoren: Gutartige Formen überwiegen

Der Begriff Weichteiltumor umfasst alle Tumoren, die von verschiedenen Weichgeweben ausgehen – dazu zählen Muskulatur, Fettgewebe, Bindegewebe sowie Nervengewebe. Weichteiltumoren können kommen an nahezu allen Bereichen des Körpers vor. Auch hier unterscheidet man zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren – wobei die überwiegende Mehrheit der Weichteiltumoren gutartig ist.

Gutartige Weichteiltumoren gibt es in vielen verschiedenen Formen. Diese können meist gut entfernt werden, ohne dass es zu einer erneuten Tumorbildung (Rezidiv) kommt. Seltene, aggressive Weichteiltumore behandeln wir – ähnlich wie Sarkome –  interdisziplinär. 

Bösartige Weichteiltumoren: Operative Therapie

Bösartige Weichteiltumoren kommen sehr selten vor. Bei Erwachsenen machen sie 1-2 % aller bösartigen Tumorerkrankungen aus, bei Kindern 10-15%.

Wie bei bösartigen Knochentumoren steht die operative Entfernung des Tumors im Gesunden im Zentrum der Therapie. Interdisziplinär erfolgen eine Strahlentherapie (vor und nach der Operation) und/oder eine postoperative Chemotherapie. 

Knochenmetastasen: Operative Therapie

Die häufigsten Tumoren des Skeletts stellen Metastasen infolge anderer Krebserkrankungen dar. Vordergründig sind Patienten mit Lungen-, Brust-, Prostata-, Nierenzell- oder Schilddrüsenkrebs von Knochenmetastasen betroffen.

Ziel der operativen Therapie von Knochenmetastasen ist es häufig, eine drohende Fraktur (Knochenbruch) zu verhindern oder einen bestehenden Bruch zu stabilisieren. An der Wirbelsäule geht es zumeist darum, Schädigungen der Nerven zu verhindern bzw. aufzuhalten.

Im Gegensatz zu  Metastasen im Knochen sind Weichteilmetastasen sehr selten. Je nach Grunderkrankung werden diese ebenfalls operativ behandelt. 

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