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Das schmerzhafte Knie. Verstehen, behandeln, bewegen!

Das schmerzhafte Knie. Verstehen, behandeln, bewegen!

Wilhelmsburg, November 2015: „Ich hab´ Knie“: Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in Deutschland leidet unter Knieschmerzen. „Nehmen Sie die Beschwerden nicht hin“, rät Dr. Alexander Krueger, Gelenk-Spezialist im Krankenhaus Groß-Sand in Hamburg-Wilhelmsburg. „Auch wenn die Ursachen von Knieschmerzen vielfältig sind – Hilfe ist so gut wie immer möglich.“

Bei einigen treten sie plötzlich auf, bei anderen entwickeln sie sich schleichend: Knieprobleme sind in Deutschland Volkskrankheit. Betroffene berichten, dass ihnen Gehen, Stehen oder sogar längeres Sitzen kaum noch möglich sind. Problematisch: Gerade ältere Menschen versuchen oft, mit ihren Beschwerden zu leben, akzeptieren sie als normale Alterserscheinung. „Lassen Sie sich helfen“, rät hingegen Dr. Alexander Krueger, seit Anfang 2014 Sektionsleiter für Orthopädie und Endoprothetik am Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand.

Kniebeschwerden im Alter: Arthrose ist häufigster Grund

Bereiten die Knie Probleme, kann dies viele Ursachen haben. Im höheren Lebensalter steckt aber fast immer Arthrose hinter den Beschwerden. Dr. Krueger erklärt: „Arthrose ist eine Abnutzungserkrankung, die an jedem Gelenk auftreten kann. Dabei wird der Gelenkknorpel langsam zerstört. Im Kniegelenk dient dieser als Puffer zwischen Ober- und Unterschenkelknochen, er federt Belastungen ab. Nimmt die Knorpelmasse ab, reibt irgendwann Knochen auf Knochen – daher die Schmerzen.“

So auch bei der Hamburgerin Marlies S. Jahrelang schmerzte ihr Knie aufgrund von Arthrose. Treppensteigen, Spaziergänge, nach langem Sitzen wieder in den Gang kommen – alles Dinge, die ihr zunehmend zu schaffen machten. „Arthrose kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen“, so Krueger. „Die Schmerzen führen nicht selten dazu, dass sich Betroffene gar nicht mehr bewegen – das ist fatal, da Immobilität im Alter zu weiteren schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann.“

Operation als letzte Option

Marlies S. fährt heute wieder Fahrrad. Über Jahre war das für sie undenkbar. Sie gehört zu den rund 170.000 Menschen in Deutschland, die 2014 ein künstliches Kniegelenk erhalten haben. „Eine OP ist allerdings immer die letzte Option“, so Dr. Krueger. „Zunächst sollte man versuchen, die Beschwerden mit Medikamenten, Bewegungstherapie oder Injektionen in den Griff zu bekommen.“ Dennoch: Die Zerstörung des Knorpels ist nicht rückgängig zu machen. Ohne OP können lediglich Schmerzen gelindert und das Voranschreiten der Krankheit bestenfalls verlangsamt werden. Wie bei Marlies S. ist der Gelenkersatz bei vielen irgendwann nicht mehr zu umgehen. „Insbesondere wenn Schmerzen mehr und mehr das Leben bestimmen, ist eine OP ratsam“, bestätigt Krueger.


Das Krankenhaus Groß-Sand kannte die Hamburgerin bereits. Von einer Bekannten erfuhr sie dann, dass sich das Haus seit Gründung der Sektion für Orthopädie und Endoprothetik Anfang 2014 verstärkt auf Gelenk-Probleme spezialisiert hat. Für ältere Patienten gut zu wissen: Hier arbeiten alle Fachbereiche Hand in Hand mit dem hauseigenen Zentrum für Altersheilkunde. Im Team mit den Experten für Altersmedizin können so besondere altersbedingte Risiken – etwa durch Begleiterkrankungen oder die Narkose – genau definiert und minimiert werden. Direkt nach der Operation wird mit der fachgerechten Mobilisierung durch Physiotherapie begonnen, um Patienten schnell wieder auf die Beine zu helfen.

Gelenkersatz: Individuelle Auswahl wichtig

Trotz jahrelanger Erfahrung: Den Austausch von Knie, Hüfte oder Schulter sieht Krueger nicht als Routinearbeit: „Jedes Gelenk ist anders – wir legen großen Wert auf die Auswahl des richtigen Implantats für jeden Patienten. Anders als viele andere Kliniken wird Groß-Sand nicht von einem Großkonzern geführt und wir sind nicht an bestimmte Hersteller gebunden. Ein großer Vorteil – nur so können wir das Implantat ganz im Sinne des Patienten auswählen.“

Keine Angst vor Schmerzen!

Marlies S. erinnert sich: Nein, Angst vor der OP hatte sie nicht. Sie hatte schon mehrere andere Eingriffe hinter sich – operiert zu werden war fast Gewohnheit. Das geht vielen anders: Besonders die Angst vor Schmerzen nach der Operation ist weit verbreitet. „Daher setzen wir auf ein modernes Konzept zur Schmerzvermeidung. Wir verabreichen Schmerz- und Betäubungsmittel nicht nur oral, sondern auch per Injektion direkt ins Gelenk. Unser Ziel ist, dass unsere Patienten schon in der ersten Nacht nach der OP schmerzfrei durchschlafen können.“ Marlies S. hat nach der Operation nicht nur gut geschlafen: Bereits am folgenden Tag war sie mit Hilfe der Physiotherapeuten wieder auf den Beinen. Die Klinik konnte sie nach 15 Tagen verlassen.

Fragen Sie nach – regelmäßige Patientenforen

Tipp für alle, die mehr wissen wollen oder bestimmte Fragen haben: Dr. Krueger und Kollegen stehen Interessierten regelmäßig in der Veranstaltungsreihe „Patientenforum – Medizin verstehen“ Rede und Antwort. Neben dem schmerzhaften Knie stehen hier auch die anderen Gelenke – allen voran Hüfte und Schulter – abwechselnd auf der Agenda. Mehr Informationen unter frage@gross-sand.de oder 040 - 75 205 -284.

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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