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2. Wilhelmsburger Demenz-Woche

Wilhelmsburg, Februar 2017: Ist Opa nur ein bisschen tüddelig oder ist das jetzt Demenz? Darf er so überhaupt allein zuhause wohnen? Wie reagiert man als Familie richtig, wenn ein Angehöriger plötzlich „komisch“ wird? Zum zweiten Mal widmet sich das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand im Februar eine ganze Woche dem Thema Demenz und lädt den Stadtteil herzlich ein.

Mit 1,5 Millionen Betroffenen in Deutschland gehört das Leben mit Demenz zweifellos zur Gesellschaft. Und dennoch stehen unzählige Fragen im Raum: Kann ich mich vor dem Vergessen schützen? Wie geht es nach der Diagnose weiter? Was kann ich als Angehöriger tun – und wer kann mich unterstützen, wenn ich nicht mehr weiter weiß? Wer sich das oder ähnliches hin und wieder fragt, oder sich darauf vorbereiten möchte, findet im Rahmen der Demenz-Woche Antworten.
Warum das Krankenhaus das Thema nach großer Resonanz im Vorjahr nun schon zum zweiten Mal auf die Agenda rückt? „Im Kontakt mit Patienten und Angehörigen beobachten wir es Tag für Tag: Wer offen mit der Erkrankung umgeht, sich informiert und sich bei Bedarf auch Hilfe holt, kann mit Demenz den Alltag meistern“, erklärt Dr. Georg Schiffner, Chefarzt im Geriatriezentrum und Palliativbereich des Wilhelmsburger Krankenhauses. „Mit der Demenz-Woche wollen wir Verständnis schaffen – für ein Thema, das uns alle zunehmend beschäftigt – und für Menschen, die es verdient haben, verstanden zu werden.“

Ausstellung, Kurzvorträge, Raum für Gespräche

Ausstellung, Kurzvorträge, Raum für Gespräche

Anlässlich der Aktionswoche kooperiert Groß-Sand erneut mit der Diakonie Stiftung MitMenschlichkeit, deren Demenz-Musterwohnung über die gesamte Woche im Foyer des Geriatriezentrums (Haus G) besichtigt werden kann. Täglich zwischen 14 und 17 Uhr stehen dort auch Beraterinnen und Berater bereit, die Fragen zum Wohnen mit Demenz beantworten. Auch Dr. Schiffner ist beeindruckt: „Die Wohnung zeigt auf erstaunlich niedrigschwellige Art, wie sich gewöhnliche Räume im Handumdrehen und ohne großen Kostenaufwand zum demenzsensiblen Umfeld gestalten lassen.“  

Der Chefarzt selbst hat zudem zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sowie Kooperationspartner aus diversen Fachbereichen zusammengetrommelt, um das komplexe Thema in Kurzvorträgen aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten. Unter anderem auf dem Programm: Vorsorge, Ursachen und Diagnostik von Demenz, Kommunikation, Beschäftigung, Bewegung bei Demenz. „Ein besonderes Anliegen ist es uns außerdem, auch Unterstützungsmöglichkeiten wie die häusliche Demenzbegleitung des Wilhelmsburger Demenznetzes oder unser Angebot für pflegende Angehörige vorzustellen“, betont Dr. Schiffner. „Unser Rat an alle betroffenen Familien: Es gibt so viele tolle, oft kostenlose Unterstützungsangebote – nehmen Sie sie an, um sich auch selbst das Leben mit Demenz ein bisschen zu erleichtern.“

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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