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Examen: Pflegerinnen und Pfleger - seid selbstbewusst!

Wilhelmsburg, September 2017: Vom Azubi zum Social Media Star: Pfleger Alexander Jorde wird aktuell von Tausenden gefeiert. In der ARD-Wahlarena forderte er von Angela Merkel bessere Bedingungen und Image-Arbeit für den Pflegeberuf. „Genau dieses Selbstbewusstsein brauchen wir“, bestätigt Lucy Grundmann. Sie ist eine von 16 jungen Frauen und Männern, die die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Krankenhaus Groß-Sand im südlichen Hamburg kürzlich ins Berufsleben entlassen hat.

„Ich würde der Bundeskanzlerin ähnliches sagen“, so die frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpflegerin Lucy Grundmann entschlossen. „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Es mangelt nicht nur an Personal, sondern vor allem an Wertschätzung des Berufs. Solange sich daran nichts ändert, wird es schwer, neue Leute zu finden.“ Mitschülerin und Freundin Lisa Cordes ergänzt: „Wertschätzung ist übrigens nicht nur eine Frage des Geldes. Vielmehr muss sich das Bild in den Köpfen der Menschen ändern.“ Der Beruf werde unterschätzt. Kaum jemand würde sehen, dass während der Pflege-Ausbildung ein halbes Medizinstudium absolviert wird. Die zunehmende Komplexität der Pflege hob auch Dr. Alex Blaicher, Geschäftsführer des Wilhelmsburger Krankenhauses, im Grußwort hervor. „Wir brauchen in der Pflege Spezialistinnen und Spezialisten. Menschen, die ihr Fachwissen einbringen. Menschen, die im Zweifelsfall auch mit Kolleginnen und Kollegen diskutieren. Nur so erreichen wir höchste Qualität am Patientenbett.“

Neben Groß-Sand freuen sich weitere Hamburger Kliniken über neue Pflege-Profis, von denen drei mit ihren hervorragenden Noten sogar zu den besten der Stadt gehören. „Toll, dass alle 16 Absolventinnen und Absolventen trotz der oft herausfordernden Bedingungen planen, weiterhin in der Gesundheits- und Krankenpflege zu arbeiten“, freut sich Klassenlehrerin Angela Hoppe-Damp. „Für die Kliniken ein großartiges Geschenk.“

„Wir müssen stolz auf unseren Beruf sein“: Selbstbewusstsein statt Werbekampagnen

„Wir müssen stolz auf unseren Beruf sein“: Selbstbewusstsein statt Werbekampagnen

Im Gespräch mit den Absolventinnen merkt man: Mit (Neu-)Medienstar Alexander Jorde teilen sie nicht nur den kritischen Blick. Wie der Hildesheimer Kollege haben auch sie dieses Funkeln in den Augen, wenn sie von ihren Aufgaben, den oft enormen Entwicklungen ihrer Patienten und dem Zusammenhalt der Teams erzählen.
Doch was braucht es, um das Image der Pflege zu verändern und den Beruf attraktiver zu machen? Mehr von den Werbekampagnen, die schon jetzt das ganze Land zieren? „Vielleicht fängt es damit an, dass die Pflege selbst sich anders sehen muss. Wir müssen stolz auf unseren Beruf und unser Wissen sein. Nur wenn wir gemeinsam selbstbewusst auftreten, können wir andere für unseren Beruf begeistern. Das müssen wir selbst übernehmen, statt Werbeagenturen zu beauftragen“, so Lucy Grundmanns Aufruf an ihre Kolleginnen und Kollegen.

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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