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Hernientage: Chirurgen aus aller Welt zu Gast

Wilhelmsburg, Februar 2017:Für gewöhnlich machen sie ihren Job hinter verschlossenen Türen – in absoluter Ruhe, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch während der „Hernientage“ läuft für die Operateure, Anästhesisten und OP-Pflegekräfte im Krankenhaus Groß-Sand alles etwas anders ab: Per Video-Schaltung in den Wilhelmsburger OP erhalten Chirurgen aus aller Welt Einblicke in die neuesten Verfahren der Leisten- und Bauchwandbruchchirurgie. 

Etwa eine Milliarde Menschen weltweit erkranken im Laufe ihres Lebens an einem Leisten- oder Bauchwandbruch. Entsprechend groß der Bedarf an gut ausgebildeten Chirurgen – insbesondere weil sogenannte Hernien unbehandelt gefährlich, schlimmstenfalls sogar lebensbedrohlich, werden können. Im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand hat sich ein Team um Dr. Wolfgang Reinpold schon seit Jahren auf die Hernienchirurgie spezialisiert.

Rund 1.000 Patienten werden im Wilhelmsburger Hernienzentrum pro Jahr behandelt. Und dennoch gibt es Zeiten, zu denen alles etwas anders ist. So zum Beispiel während der Hernientage, die dieses Jahr erneut in Hamburg stattfinden. Dr. Wolfgang Reinpold, als Präsident der Deutschen Herniengesellschaft auch wissenschaftlich tätig, gehört zu den drei Gründern des Fachkongresses, der mittlerweile der größte seiner Art in Deutschland ist. „Wir erwarten dieses Jahr 500 Teilnehmer, darunter viele nationale und internationale Experten.“ Und die halten nicht nur Vorträge, sondern präsentieren ihr Know-how auch live und in Farbe. „Wesentlicher Bestandteil der Hernientage sind die Live-Operationen aus dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, die 2017 erstmals in drei OP-Sälen gleichzeitig stattfinden“, so Reinpold.  

MILOS: eigene OP-Technik von Wilhelmsburger Chirurgen

MILOS: eigene OP-Technik von Wilhelmsburger Chirurgen

Wie viele unterschiedliche OP-Verfahren bei Leisten- und Bauchwandbrüchen zur Verfügung stehen, zeigt allein das Leistungsspektrum der Wilhelmsburger Klinik. „Wenn möglich nutzen wir schonende minimal-invasive Techniken mit nur winzigen Hautschnitten“, berichtet Dr. Reinpold, der mit „MILOS“ sogar selbst eine Technik für Bauchwand- und Nabelbrüche entwickelt hat. „Das besondere an unserem Verfahren ist, dass das Kunststoffnetz außerhalb der Bauchhöhle eingesetzt wird. So werden sensible Bereiche optimal geschont und Komplikationen vermieden.“ Dabei handelt es sich um ein weltweites Novum, da das Netz üblicherweise in der Bauchhöhle platziert wird, was größere Risiken von Fremdkörperreaktionen und Verwachsungen birgt. Reinpold: „Wir freuen uns, dass wir unseren Erfahrungsschatz unter anderem im Rahmen der Hernientage an andere Hernien-Spezialisten weitergeben können.“

Informationen über das Krankenhaus

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

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